Berlin-Rahnsdorf besteht aus den Ortsteilen:
Hessenwinkel
Wilhelmshagen
und natürlich Rahnsdorf selbst
Postleitzahl: 12589 Berlin
S-Bahn S3 in Richtung Erkner die Station hinter Berlin-Friedrichshagen aussteigen. Etwa 15 Minuten durch den Wald laufen oder den 161 er Bus Richtung Erkner nehmen.
Mit dem Auto: erreicht man Rahnsdorf von Köpenick über Friedrichshagen weiter stadtauswärts fahrend. Oder über den Autobahnring A10 die Ausfahrt Erkner nehmen und in Richtung Zentrum fahren.
Man kann Rahnsdorf auch mit dem Boot erreichen, es liegt stadtauswärts am Müggelsee.
Der Müggelsee
Wenn Sie aus der Stadt kommen, sehen Sie wie hier links auf
dem Bild, Rahnsdorf City oder den Ortseingang. Hier gibt es einige Geschäfte
alles was man so braucht: Drogerie, Getränke, Fahrradladen, Schreibwaren,
Apotheke. Seit kurzem sogar einen Baustoffhandel.
Rahnsdorf war früher mal ein Fischerdorf. Heute lebt immerhin noch ein Fischer hier. Den recht gut erhaltenen Dorfkern kann man heute noch bewundern. Aus der Stadt kommend am Eiscafe Gerch rechts rein, dem Mühlenweg folgen (er wird später zur Dorfstraße), bis es nicht mehr weiter geht. Achtung: das Auto vorher stehen lassen, dort ist Parkverbot. (Hat mich schon mal 30,- DM gekostet.)
Im
Dorfkern sind um die Kirche herum die Häuser kreisförmig angeordnet. Das war
deshalb so praktisch, weil man die Fischer nach ihrem Tode auf dem Kirchhof in
der Richtung Ihres Hauses begraben konnte.
Es gab übrigens bei den Fischern eine etwas lebensgefährliche Tradition, sie konnten nämlich alle nicht schwimmen. Meistens ging ja alles gut, man ist auch immer mindestens zu zweit herausgefahren. Eines schönen Tages aber ist ein Fischer allein raus gefahren, tja und er ist nun mal nicht wieder zurückgekommen.
Aufgrund dieses Vorfalls wurde übrigens die DLRG gegründet. An den Tod des Fischers errinnert heute ein Eisenkreuz auf dem Kirchhof. Das Eisenkreuz war lange verschollen. Im Jahre 2000 ist ein Nachbau des Kreuzes wiederaufgestellt worden.
Die Geschichte klingt wie eine von Käpt´n Blaubär ist aber wahr, hat mir der Dorfchronist versichert.
Haben Sie die Plakate auf dem Bild der Kirche gesehen? Es war eine Aktion des BVBB e.V. wegen des geplanten Ausbaus von Schönefeld zum Großflughafen.
Links auf dem Bild sieht man schön
den etwas erhöhten Kirchhof und im Hintergrund das ehemalige Küsterhaus
Das Küsterhaus ist als solches nicht mehr in Betrieb. Es wohnt dort eine
Familie, die sich das Anwesen mit viel Mühe wiederaufgebaut hat.
gab es wirklich. Mehrere Jahre gab es Gerüchte, daß ein unbekannter Täter im Wald um Rahnsdorf sein Unwesen treibt. Im März 1971 fiel ihm sein letztes Opfer am Hegemeisterweg, das ist der lange Weg zwischen Bahnhof und der eigentlichen Siedlung, zum Opfer. Keine Sorge, die Polizei ist ihm auf die Schliche gekommen. Es gibt ein Buch darüber von Hans Girod "Das Ekel von Rahnsdorf und andere Mordfälle aus der DDR".
Das Leben kommt auf alle Fälle aus einer Zelle, doch machmal endet´s auch bei Strolchen, in einer solchen ( Heinz Erhard )
Bei Dunkelheit ist der Weg trotzdem nichts für schwache Nerven, wegen der Wildschweine nämlich, die man hier doch recht häufig trifft.
Ja, liebe Stadtmenschen, hier draußen gilt es noch echte Abenteuer zu bestehen. Aber es zählt nebenbei alles noch zum Stadgebiet von Berlin.
siehe auch:

Machen Sie doch auf der
Rückfahrt noch einen Stop im Eiscafe Gerch. Es ist auf der linken Seite am
Ortsausgang, können Sie nicht verfehlen.
Hier mal das Cafe an einem
freundlichen Februartag in der Abenddämmerung.
Wiedermal neueröffnet ist
die Kneipe "Der T.....keller" gleich neben der Esso Tankstelle.
Der Name des Lokals kommt aus dem Volksmund. An der Stelle war schon früher
eine Kneipe, nur hieß Sie damals im Volksmund "Tittenkeller".
Da Rahnsdorf am Müggelsee liegt, dürfen natürlich ein Bilder vom Müggelsee nicht fehlen.
Der Müggelsee ist 4 Km lang und 2,5 Km breit und cirka 9 m tief und wird von der Spree gespeist. Motorboote dürfen nur in der Fahrrinne fahren. Alle anderen Boote und Bretter dürfen sich über den ganzen See austoben. Zum Baden gibt es auch reichlich Möglichkeiten. Das Strandbad Rahnsdorf ist im Sommer meist gut besucht.

zwischen Rahnsdorf und Hessenwinkel, verzweigt
sich die Müggelspree in viele kleine Kanäle.
Wenn Sie mal ein bisschen Zeit haben, mieten Sie sich ein Paddelboot und fahren Sie mal dort herum, es lohnt sich.
Aber Achtung, solch ein Feuchtbiotop ist immer ein idealer Lebenraum für Menschen und Mücken.
Um alle Kanäle abzufahren braucht man ca 3-4 Stunden. Wenn man sich nicht verrirrt hat, sonst dauert es natürlich länger.
Hier noch ein Beispiel gelungener Gartengestaltung: 