Randberliner.de Magazinseite

Inhalt

Interview mit Wolfgang Lippert
Zitatesammlung
Randberliners Fotoecke neu !
Der Förstermord, oder noch eine haarsträubende Geschichte

Interview mit Wolfgang Lippert

 Bild von Wolfgang LippertWolfgang Lippert, sehr bekannt im Osten durch eigene Fernsehshows, und spätestens seit "Wetten dass" deutschlandweit bekannt, gab am 31.3.2001 in der Galeria Kaufhof in Berlin am Alexanderplatz eine Autogrammstunde zusammen mit Herbert Köfer. Ich nutzte die Gelegenheit, von ihm ein kleines Interwiev zu bekommen. Lippi war echt locker, obwohl ich mit meinen Fragen die Autogrammwünsche etwas ins Stocken brachte.

 

Das Interview:

Hi Lippi !

Hallo Hallo.

Ich bin der Webmaster der Internetseite Randerliner.de.

Hi (sehr langgezogen)

Würdest Du uns ein kleines Interview geben?

Na klar doch, hier gleich ?

Ja, es sind nur ein paar Fragen.

Juut.

Die Berliner Zeitung hat mal geschrieben, Sie wohnen in Friedrichshagen am Müggelsee. Stimmt das ?

Das ist richtig, sogar unmittelbar am Müggelsee, da ist's schön.

Was ist das Besondere, dort zu wohnen ?

Also man fährt sehr lange, bis man da ist, aber wenn man dann da ist, ist es sehr schön. Und Köpenick ist der größte, der grünste und der schönste Bezirk. Doch echt der größte, wirklich.

Haben Sie ein Problem damit, wenn Sie jemand als Randberliner bezeichnet?

Nein, im Gegenteil, das ist nicht schlimm, das ist ja noch Europa. Das ist am wichtigsten.

Was wird aus dem Kino Union, wissen Sie das ?

Ja, ich hab`s verkauft. Und damit ist für mich die Sache erst mal erledigt. Ich hab`s versucht, und es ist einem leider nicht möglich, so ein Kleinkino zu betreiben gegen die Konkurrenz dieser großen. Ich hab´s verkauft. Tut mir leid, aber es hat nicht funktioniert.

Danke für das Interview.

Lippi hatte um die Wendezeit in Friedrichshagen das Kino gekauft. Es war ein sehr kleines Kino mit vielleicht 150 Plätzen. Bis zur Wende war das Kino geöffnet. Aber kurz danach wurde es geschlossen. Das war der Grund für meine letzte Frage.


zurück


Zitatesammlung

Lebensweisheiten für jede Lebenslage, oder einfach nur zum Nachdenken

Risiko des Billigen
Heiz Erhard
Rainer Carl
Henry Ford

Risiko des Billigen

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, was nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte. Die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die rechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.

Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das geringste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen.

Und wenn Sie das tun, haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen

John Rushkin (1819-1900) Englischer Sozialreformer

Zitatübersicht    zurück


Henry Ford sagte:

ich prüfe jedes Angebot, es könnte das Angebot meines Lebens sein.



Zitatübersicht    zurück


Heinz Erhard:

Das Leben kommt auf alle Fälle aus einer Zelle.
Doch manchmal endet's auch bei Strolchen,
in einer solchen.

Zitatübersicht    zurück




Rainer Carl

Der historische Irrtum des Sozialismus bestand im unerschütterlichen Glauben an die Planbarkeit der menschlichen Natur.
Der historische Irrtum des Kapitalismus besteht im ebenso unerschütterlichen Glauben, der Markt regele alles selbst.

Rainer Carl, Offenbach,
Dies war ein veröffentlichter Leserbrief an den "Spiegel" zu Nr 15/2004. Wir finden, treffender hätte man es nicht sagen können, und belohnen dies mit dieser (kleinen) Veröffentlichung.

Zitatübersicht    zurück

zum Seitenanfang

Der Förstermord am Müggelsee

oder noch eine haarsträubende Geschichte

Wer als Spaziergänger oder Wanderer am Gedenkkreuz für den ermordeten Förster Schwarzenstein vorbeikommt, wird sich vielleicht fragen, was für eine Geschichte dahintersteckt. Für alle Interessierten hier eine kurze Abhandlung dazu.

Nahe des Strandbades Müggelsee befindet sich das Rahnsdorfer Forsthaus. Hier lebte und arbeitete von 1904 bis zu seinem Tode 1908 der Königliche Förster Emil Schwarzenstein mit seiner Frau, Sohn Willy und zwei Töchtern.

Am Abend des 22. Januar 1908 spielte Förster Schwarzenstein Skat im nahe gelegenen Restaurant "Paradiesgarten". Er verließ das Restaurant gegen Mitternacht. Auf dem Heimweg musste er ein dringendes "Geschäft" erledigen und hockte sich dazu etwas abseits der Straße im Wald hin. In diesem Moment wurde ihm mit einer Schrotflinte ins Gesäß geschossen, worauf er sich wohl umdrehte. Dann traf ihn eine zweite Schrotkugel tödlich in die Brust.

Aufgrund zahlreicher schwerwiegender Indizien wurde recht schnell der 18jährige Förstersohn Willy Schwarzenstein des Mordes verdächtigt. Willy war - wie sich schnell herausstellte - ein kleiner Hallodri. Er hatte ohne Wissen seines Vaters seinen Job aufgegeben und aufgrund ständiger Geldknappheit verschiedene Bekannte seines Vaters angepumpt und schließlich gefälschte Wechsel, die er mit der Unterschrift seines Vaters versah, ausgestellt. Nun liefen also zwei Strafverfahren gegen ihn, der eine wegen Betrug, der andere wegen Mord.

Verteidiger in beiden Prozessen war der Staranwalt Dr. Schwindt, der bereits unseren berühmten "Hauptmann von Köpenick" Wilhelm Voigt vor Gericht verteidigt hatte. Willy Schwarzenstein wurde wegen Betrugs am 6. März 1908 zu 4 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Der Mordprozess endete am 24. Juni 1908 unter großer öffentlicher Anteilnahme mit einem Freispruch.

Im August 1908 wurde an der Mordstelle ein Eichenholzkreuz errichtet, das jedoch Ende der 50er Jahre verfiel. Im September 2001, also fast 100 Jahre nach dem Geschehen wurde am gleichen Ort ein neues Kreuz aus Eichenholz errichtet.

Bis heute ist ungeklärt, wer der wahre Mörder des Försters ist. Als man 1938 den Fall noch einmal aufgreifen wollte, waren die Akten von 1906 nicht mehr auffindbar. Was aus Willy Schwarzenstein wurde, ist auch nicht bekannt. Er soll noch 1908 nach Amerika ausgewandert sein. Aber auch das konnte bisher nicht belegt werden. Sachdienliche Hinweise gern an post@randberliner.de.

Wer mehr darüber wissen möchte: Im Antiquariat Brandel in der Scharnweberstrasse 59 in Friedrichshagen gibt es zahlreiche Literatur, so auch z. B. Friedrichshagener Hefte Nr. 37 Erich Hobusch - Der Förstermord am Müggelsee oder Erich Hobusch - Wilddieberei und Förstermorde, Band 3: Kriminalkommissar Otto Busdorf - sein letzter Fall.

zum Seitenanfang

zurück nach Rahnsdorf